Schon seit Jahrhunderten verwenden die Menschen Aloe Vera als beliebtes Heilmittel: Bereits im alten Ägypten kannte man die Pflanze als “Pflanze der Unsterblichkeit” und verordnete sie an Kranke, um sie schneller heilen zu können. Vor allem zur Behandlung von Hautkrankheiten, aber auch zur Heilung von Wunden und zur innerlichen Anwendung als wirkungsvolles Abführmittel ist Aloe Vera auch hierzulande inzwischen sehr beliebt.

Hautkrankheiten und mehr mit Aloe Vera behandeln – die wichtigsten Fakten

Das amerikanische National Center for Complementary and Alternative Medicine (das Zentrum für Komplementär- und Alternativmedizin) setzt die Pflanze beispielsweise zur Behandlung von Krankheiten wie Asthma, Arthrithis, Diabetes und Epilepsie ein. Wird sie lokal angewandt, so lindert sie Sonnenbrand und Verbrennungen, aber auch Schuppenflechte schnell und wirksam. Man kann das Gel aus der Pflanze direkt auf die Haut auftragen, auch aus den Blättern lässt sich der heilsame Saft pressen und beispielsweise in Kompressen auf die Haut legen.

Eine in Großbritannien im Jahr 1999 durchgeführte Studie untersuchte sämtliche bis dato durchgeführten Tests mit Aloe Vera einer erneuten, genauen Prüfung. So faden sich viele Beweise dafür, dass Aloe Vera vor allem für Patienten mit Diabetes eine gute Hilfe sein kann, da die Pflanze nachweislich die Blutzuckerwerte senken kann. Weiterhin kann Aloe Vera dazu beitragen, bei Genitalherpes, Schuppenflechte und bei zu hohen Blut- und Fettwerten Besserung zu schaffen.

Vor allem für Dermatologen ist die Aloe Vera Pflanze inzwischen eine wichtige Hilfe bei Hautkrankheiten: Das Indian Journal of Dermatology veröffentlichte jüngst in einer Zeitschrift, dass sich mehr als 75 (!) aktive Inhaltsstoffe in der Pflanze befinden. So enthält Aloe Vera unter anderem einen hohen Anteil an Vitaminen, aktiven Enzymen, Poly- und Monosacchariden, Mineralstoffen und sogar Inhaltsstoffe, die sich verdauungsfördernd bis abführend auf den Körper auswirken. Weiterhin hat Aloe Vera eine antimikrobielle Wirkung, liefert effektiv Fettsäuren mit einer entzündungshemmenden Wirkung und lindert Schmerzen schneller als so manche chemisch hergestellte Heilsalbe. In der Pflanze sind zudem so genannte wundheilende Hormone enthalten, welche direkt an den Körper weitergegeben werden.

Inzwischen ist es wissenschaftlich belegt, dass die Aloe Vera bei Erkrankungen wie Schuppenflechte, Verbrennungen, Dermatitis, Herpes Typ 2, HIV und sogar bei der Verhinderung von Krebs hilft. Es existieren darüber hinaus mehrere klinische Beweise über die Wirksamkeit der Pflanze bei Akne oder bei Verbrennungen nach Bestrahlung bzw. Frostbeulen und Wundheilungen.

Die traditionelle Literatur gibt weiterhin deutliche Hinweise darauf, dass die Pflanze selbst bei Infektionen mit Parasiten, bei der tuberkulösen Hautflechte, bei Arthritis und bei Alopezie (Haarausfall) genutzt werden kann.
Selbst als Augentropfen wird sie mittlerweile häufig bei zahlreichen Augenkrankheiten verwendet. So erläutert das Magazin Pharmaceutical Biology beispielsweise, dass eine Tinktur aus dem Saft der Aloe Vera oder auch ein Ethanol-Extrakt Entzündungen in den Augen (wie auf der Hornhaut) schnell lindern und beruhigen können.

Nebenwirkungen von Aloe Vera

Bis heute sind nur wenige Nebenwirkungen über die Aloe Vera Pflanze bekannt, meist tritt eine solche nur dann auf, wenn man allergisch auf die Pflanze reagiert. Empfindliche Menschen sollten zunächst einen kurzen Test auf einer gesunden Hautpartie durchführen, um sicherzugehen, dass kein brennendes Gefühl oder eine Rötung entsteht. Nimmt man die Aloe Vera oral zu sich, kann sie zu Durchfall, Verstopfung oder auch zu Bauchkrämpfen führen. Wenn Aloe Vera abführend wirkt, so ist der Kaliumspiegel des Körpers infolge dessen meist sehr niedrig. Idealerweise kontraktiert man einen Arzt vor der Einnahme in jeglicher Form.

Aloe Vera – nicht für Schwangere geeignet

Generell nicht zu empfehlen ist Aloe Vera in jeglicher Form für Schwangere, da vermutet wird, dass Gebärmutterkontraktionen dadurch entstehen sind. Auch stillende Mütter sollten noch eine Weile darauf verzichten, da durch die Stoffe auf diese Weise an den Säugling übertragen werden und somit Magendarmprobleme entstehen können.

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